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Ein neuer Fund vom Beginn der Hallstattzeit aus der Kleinen Walachei1

Ion MOTZOI-CHICIDEANU

Der Beginn der Hallstattzeit in der Kleinen Walachei ist auch heute noch, trotz der zahlreichen zur Verfügung stehenden Funde, ein von der Forschung nicht befriedigend gelöstes Forschungsproblem geblieben. Im allgemeinen wird der Begriff Vîrtop2- oder Susani-Vîrtop3-Kultur verwendet, womit im allgemeinen ein archäologisches Phänomen verstanden wird, das vornehmlich in der Kleinen Walachei dokumentiert und durch kannelierte Keramik gekennzeichnet ist. Der Ursprung dieser Keramikgruppe wurde im allgemeinen aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Nach der ersten Auffassung, kann das Erscheinen der hallstattzeitlichen kannelierten Keramik als das Resultat eines einheimischen Umgestaltungsprozesses der spätbronzezeitlichen Töpferei, beziehungsweise der Gârla Mare-Keramik4, betrachtet werden. Vor drei Jahrzehnten, als man die Funde von Insula Banului veröffentlicht hat, wurde angenommen, daß man das "fehlende Glied" des Umgestaltungsvorganges der, bis an das Ende der Bronzezeit andauernden, Gîrla Mare-Kultur zur Hallstattzeit entdeckt hätte5. Die zweite Ansicht, geht von der Annahme aus, daß die Gîrla Mare-Gruppe das Ende der mittleren Bronzezeit nicht überdauert hätte "auch wenn ihre Elemente eine Rolle in der komplexen Gestaltung der späteren Kulturen vom Ende der Bronzezeit und vom Anfang der Hallstattzeit gespielt haben"6. Dabei wird angenommen, daß der Beitrag dieser Gruppe an dem Hallstattisierungsprozeß nicht klar ist und somit die Möglichkeit externer, vornehmlich westlicher Einflüsse, in Betracht gezogen werden, die zur Gestaltung der kannelierten Keramik geführt haben7. Relativ neue Funde zusammen mit einer Überprüfung des bekannten Materials haben die Wandlung der Gîrla Mare-Keramik in hallstättische Richtung in Frage gestellt8, wobei andere Autoren die Rolle der westlichen Elemente von Belegiš Färbung an der Entstehung der außerkarpatischen kannelierten Keramik befürwortet haben9. In diesem Zusammenhang wird ein, in der letzten Zeit im Süden der Kleinen Walachei, in der Umgebung des Sees Bistreþ, geborgenen eigenartigen Fund besprochen. Von Anfang an muß darauf hingewiesen werden, daß das gegenwärtige Aussehen des Sees Bistreþ mit dem ursprünglichen Komplex der Seen Cãlugãreni-Bistreþ-Cârna-Nedeia wenig gemeinsam hat (Abb. 1). Durch tiefgriefende Umgestaltung des gesamten Komplexes von Seen, stehenden und fließenden Teichen und Bächen mit ihrem eigenen hydrographischen, mit der Donau zusammenhängendem Netz und dazwischenliegenden, nicht überschwemmbaren Sandbänken oder -inseln (grind), wurde in den Jahren 1968-1971 die ganze Zone völlig verändert. Die Wasseroberfläche wurde von 20.000 ha. auf nur 2000 ha. reduziert, die südlichen Sandbänke wurden eingeebnet und mit den so erhaltenen Erdmassen wurde ein Damm errichtet, wobei viele archäologische Fundverbände zerstört wurden. Von 1983 bis heute werden hier großangelegte Grabungen mit dem Ziel durchgeführt, die von der natürlichen Erosion und vom Menschen gefährdeten archäologischen Fundverbände zu retten, bzw. zu dokumentieren10. In diesem Rahmen wurde während der Grabungskampagne des Jahre 1995, gelegentlich einer Geländebegehung, an der von den Einheimischen La nea Vasile Feraru benannten Flur, anscheinend Spuren einer vom Wasser zerstörten Siedlung identifiziert. Die Fundstelle liegt am nördlichen Ufer des Grind Prundu Mãgarilor, am südlichen Ende des Fischerei-Beckens Nr. 2 des Sees Bistreþ, gegenüber der Ortschaft Goicea, Bez. Dolj. Bei seiner Auffindung im Gelände lag der Komplex direkt am Ufer des Sees und kam, in Form von mehr oder weniger verstreuten flachen Haufen von Hüttenlehm, Scherben und Steinen erst nach dem Sinken des Wasserspiegels zum Vorschein11. Die Grabung wurde an einem, von der Innenseite des Grind zum Strand, Nord-Süd verlaufenden und den Komplex schneidenden Profil ausgerichtet. An diesem wurden die stratigraphischen Beobachtungen registriert. Beiderseits des Profils wurden drei, für die vollständige Erforschung des Komplexes notwendige, verschieden große Flächen geöffnet. Wenn in südlicher, östlicher und westlicher Richtung die Grenzen des Komplexes auf Grund der archäologischen Spuren festgelegt werden konnten, war dies in nördlicher Richtung nicht möglich, da Teile des Komplexes unter Wasser lagen.
Im Plan konnte eine Fläche von 7 m Länge und 6 m Breite beobachtet werden, auf der Scherben, zahlreiche große und mittelgroße Hüttenlehmbrocken, die meisten mit Holzabdrücken, dazu noch Tierknochen und wenige Steine, die alle ungefähr in gleicher Tiefe lagen (Abb. 2). Sowohl der Hüttenlehm als auch die Scherben waren stark, manchmal bis zur Verglasung verbrannt. In der Mitte, befand sich ein, teilweise mit Scherben und mit Hüttenlehm überdeckter Herd (V1), ungefähr kreisförmig, mit dem Durchmesser von 0,82 m. Er bestand aus einer 0,03 m starken, unmittelbar auf der Erdschicht angelegten Lehmschicht von weiß-gelblicher Farbe. Der größte Teil des archäologischen Materials befand sich ungefähr in der Mitte, in der Nähe des nur teilweise mit Hüttenlehm bedeckten Herdes. Um den Herd wurden nach dem Abtragen der Haufen aus Hüttenlehm sieben verschieden große Gruben beobachtet. Ein weiterer Haufen aus Hüttenlehm, ohne darunter liegender Grube, und noch einige verstreute Scherben, lagen am süd-westlichen Ende der erforschten Fläche.
Stratigraphisch überlagert der ganze Komplex, der in einer dunkelgrauen Erde mit vielen Scherben, Fragmenten von Hüttenlehm, einigen Steinen und Tierknochen liegt, eine sterile archäologische, gelb-graue, mit der Tiefe immer heller werdende Lösschicht. Über dem Herd befindet sich eine schwarze, samtig körnige Erdschicht von verschiedener Dicke, die nach Norden ausdünnt. Hierauf wurde ein runder Herd angelegt (V2), der den hallstattzeitlichen Komplex gestört hat. Neben dem Herd lag, abgesehen von einem, ihn teilweise überlagernden Aschehaufen, ein Ziegelbruchstück, das ihn in römische Zeit datiert12. Die schwarze Erdschicht enthält sporadisch, vermischtes archäologisches Material, bestehend aus hallstattzeitlichen und spätrömischen Scherben. Über der schwarzen Erdschicht, nach Süden und gegen die Mitte der Sandbank (grind), befand sich eine Schicht Flugsand, die im Strandbereich durch das Wasser abgespült wird. Die letzte Schicht wird von einem dünnen Ackerboden dargestellt (Abb. 3). Die stratigraphische Situation unterstreicht die chronologische Einheitlichkeit des Komplexes da alle Komplexe derselben Ablagerung angehören und keine Überschneidungen (mit Ausnahme der römischen) beobachtet werden konnten.
Alle im Folgenden beschriebenen Gruben wurden von einer grauen Schicht aus gegraben. Grube 1 weist einen ungefähr kreisrunden Grundriß auf, mit einem Durchmesser von 0,90 cm und einer Tiefe von 0,75 cm (Abb. 4). Da gegen Westen die Schicht vom Wasser teilweise abgespült war, lag der Grubeninhalt in diesem Bereich partiell frei. Während der Untersuchung konnte festgestellt werden, daß auf der Sohle der Grube Scherben von vier Gefäßen lagen, die teilweise restauriert und graphisch ergänzt werden konnten (Abb. 6/1-2; 7/1-2). Ansonsten bestand die Grubenfüllung aus Hüttenlehm, manchmal in großen Bruchstücken, mit Abdrücken von Pfosten und Ruten. Die Keramik aus der Grube umfasst Scherben eines doppelkonischen Gefäßes, einer Schüssel mit einbiegendem Rand und eines groben Gefäßes mit leicht gewölbten Wänden und einfachem Rand. Das doppelkonische Gefäß, dem das Unterteil fehlt (Abb. 6/1), wurde aus gutem, dunkel-braun gebranntem Ton mit gesiebtem Sand hergestellt und weist Flecken vom sekundären Brand auf. Es hat einen kurzen Hals und einen breit ausladenden Rand. Die Bauchzone wurde mit kurzen, schrägen Kanneluren verziert. Am Bauchumbruch befinden sich vier, im Querschnitt ovale Henkel, mit je einem Knubbe darunter. In dem Gefäß fanden sich die Fragmente einer Schüssel aus gleichem Ton, mit Glättungsspuren und nach innen gebogenem Rand. Sie war außen mit schrägen Kanneluren, darunter mit Griffknubben und innen auf dem Boden mit einem sternförmigen kannelierten Motiv versehen (Abb. 7/ 2). Aus der Grube konnte noch ein großes, grobes Gefäß rekonstruiert werden, das eine gewölbte Wandung hat, die oben einzieht. Es ist mit einer deutlischen Fingertupfenleiste verziert, die alternierende Knubben trägt (Abb. 7/ 1). Auch dieses Gefäß weist sekundäre Brandspuren auf.
Unmittelbar nördlich von Herd 1 lag Grube 2 mit kreisförmigem Grundriß und zylindrischem Profil (Abb. 4). Die Füllung ist jener von Grube 1 ähnlich. Auch hier wurden auf der Grubensohle, unter den von der Grubenmündung an verdichteten Fragmenten von Hüttenlehm, häufig mit Pfosten- und Rutenabdrücken, Scherben mehrerer Gefäße gefunden. Mit Ausnahme eines Miniaturgefäßes, konnten einige Gefäße nur teilweise rekonstruiert werden. Zuerst sind doppelkonische Gefäße zu nennen, aus gutem Ton, außen von brauner oder schwarzer und innen manchmal von gelblich-ziegelroter Farbe, die in der Bauchgegend mit schrägen Kanneluren und mit Knubben, in einem Fall mit vier alternierenden Paaren, verziert worden sind (Abb. 8/3). Hinzu kommt noch das Unterteil eines weiteren doppelkonischen Gefäßes, das am Bauch vier, im Querschnitt ovale, Knubbe (Abb. 8/4). Ein grobes Gefäß ähnlich jenem aus Grube 1 ist durch ein kleineres Exemplar vertreten (Abb. 8/1). Direkt auf der Sohle wurde ein Miniaturgefäß mit doppelkonischem Körper aus gutem fleckig-braunem Ton gefunden. Es hat zwei Zierhenkel unmittelbar unter dem einfachen Rand und, alternierend dazu zwei kleine Knubben (Abb. 8/2). Das ganze Fundgut weist sekundäre Brandspuren auf.
Ein wenig westlich von Herd 1 lag Grube 3 mit rundem Grundriß und zylindrischem Profil von 0,60 m Tiefe (Abb. 2). Ihre Füllung bestand hauptsächlich aus dichten Fragmenten von Hüttenlehm, fast alle mit Pfosten- und Rutenabdrücken, sowie atypischen Scherben.
Grube 4 lag etwa 1 m nördlich von Herd 1 und hatte ebenfalls einen kreisförmigen Grundriß und ein zylindrisches Profil von 0,77 m Tiefe (Abb. 2-3). In der Füllung, besonders nahe der Mündung, wurden wiederum große Stücke von Hüttenlehm mit Pfosten- und Rutenabdrücken gefunden. Weitere Funde waren einige große Scherben, die jedoch unverziert und atypisch waren. Nach dem Aussehen, der schwarzen Außenseite mit Glanz könnten sie von einem oder zwei doppelkonischen Gefäßen stammen.
In einer Entfernung von 1,50 m südlich des zentralen Herdes 1 lag Grube 5 mit ovalem Grundriß (größter Durchmesser 1,30 m) und ungefähr zylindrischem Profil mit abgerundetem Boden in einer Tiefe von 0,60 m (Abb. 5). Die Füllung bestand fast ausschließlich aus großen Stücken von Hüttenlehm bis zu einer Länge von 0,35-0,45 cm und alle mit Pfostenabdrücken. Auf der Grubensohle fanden sich eine Randscherbe einer Schüssel mit einziehendem Rand und Kannelurenverzierung (Abb. 9/2), ein doppelkonisches Miniaturgefäß mit einfachem Rand und zwei senkrecht durchbohrten Knubben unter dem Rand. Das Frament ist aus Ton mit zerstossenen Scherben. Es ist mit schmalen, waagerechten Kanneluren auf hals und Schulter, sowie mit kurzen, breiten Schrägkanneluren am Bauch verziert und scheint größere Behälter zu kopieren (Abb. 9/1).
Ungefähr 2,00 m nordöstlich vom zentralen Herd 1 lag Grube 6 mit einem ovalen Grundriß (langer Durchmesser 1,35 m) und einer Tiefe von nur 0,36 m, also eher eine Mulde als eine Grube (Abb. 5). Ihre Füllung bestand aus weniger Fragmenten von Hüttenlehm von denen sich häufigere rot gebrannte Erdklumpen deutlich unterscheiden. In der Grube wurden ein Henkelfragment, das Bruchstück eines doppelkonischen Gefäßes und eine Scherbe eines groben Gefäßes mit Fingertupfenleiste (Abb. 9/3-4,6) gefunden. Direkt auf der Grubensohle, unter dem Hüttenlehm, lagen zwei Tierknochen (wahrscheinlich Rind), sowie zwei Fragmente einer Schädeldecke, ein Kieferknochen und ein weiterer Knochen, alle vom Menschen und verbrannt.
Die kreisförmige Grube Nr. 7, mit einem Durchmesser von 0,28 m und einer Tiefe von 0,30 m, also die kleinste der Gruben, lag etwa 0,40 m westlich vom zentralen Herd (Abb. 5). Ihre Füllung bestand vorwiegend aus Bruchstücken von Hüttenlehm mit Pfostenabdrücken und zwei Scherben, eine von einem doppelkonischen Gefäß und eine von einem Grobgefäß (Abb. 9/7, 10).
Beim Abtragen der Haufen aus Hüttenlehm, die teilweise die Gruben und den zentralen Herd bedeckten, wurde eine größere Menge von Keramik (fast 500 Scherben) geborgen. Trotzdem, wie auch im Falle der Grubeninhalte, konnten keine Gefäße vervollständigt werden. Es muß hervorgehoben werden, daß die Scherben, vor allem die großen Stücke, vornehmlich auf und neben dem zentralen Herd lagen. Von der Machart her gehört die, zwischen den Hüttenlehmfragmenten und in der Nachbarschaft des Herdes gefundene Keramik zusammen mit jener aus den Gruben derselben Ware an. Das betrifft auch die Formauswahl, wobei aber dieses Mal mehr Formen erkannt werden konnten, da mehr Material zur Verfügung stand. Der Haupttyp ist das hohe doppelkonische Gefäß. Dazu gehören zahlreiche Bruchstücke von breiten ausladenden Rändern (Abb. 9/ 11; 10/ 1-3, 5-6) oder von der Bauchzone, die mit schrägen Kanneluren und Knubben verziert sind (Abb. 9/ 5; 10/ 4, 7; 12/ 4-5). Es konnten auch zwei Bruchstücke von Miniaturgefäßen von doppelkonischer Form geborgen werden (Abb. 9/ 8-9). Eine andere häufige Form ist die Schale mit einziehendem Rand, schrägen Kanneluren und unter dem Rand liegenden Knubben (Abb. 11/ 1-5, 7-8); in einem Fall auch ein Bruchstück mit kanneliertem Sternmotiv im Inneren (Abb. 11/ 6a-b). Die Grobkeramik ist durch eine große Zahl von atypischen Bruchstücken repräsentiert, die aber auf Grund der Ware, mit zerstossenen Scherben als Magerung, und der Wandstärke als solche erkannt werden kann. Es kommen auch Bruchstücke mit gewölbtem Körper, einfachem, geraden Mundrand, mit darunterliegenden Griffknubben (Abb. 13/ 1-4), manchmal mit horizontalen Henkeln (Abb. 13/ 5a-b) oder mit Fingertupfenleisten vor. Ein Bruchstück, dessen Rand mit Dellen verziert wurde, gehört einem Gefäß von eigenartiger Form an, mit gewölbtem Körper, enger Mündung und schräg abgeschnitten Rand (Abb. 12/ 1). Eine andere, in den Gruben nicht vertretene, Form ist die doppelkonische Tasse mit einfachem Rand und hochgezogenem Henkel. Das Gefäß trägt auf dem Körper ein Band aus fünf horizontalen, parallelen Kanneluren und auf dem Henkel ein senkrechtes Band aus vier Kanneluren (Abb. 14/ 1). Erwähnenswert ist auch das Fragment einer anderen Tasse mit halbkugeligem Körper, einfachem Rand und darunterliegendem Band aus drei horizontalen, parallelen Kanneluren. Der untere Teil wurde mit einem kannelierten Girlandemotiv verziert (Abb. 12/ 2). Es kommen auch, leider sehr zerbrechliche, Bruchstücke von pyraunos-Gefäßen vor. Schließlich kamen zwischen dem Material über den Gruben auch zwei doppelkonische Spinnwirtel zu Tage (Abb. 14/ 2-6), sowie zwei fragmentarische Mahlsteine und Tierknochen (Zähne und Kieferbruchstücke vom Schwein). Anzumerken ist, daß beim Abtragen des Hüttenlehms und der Scherben, einige kleine verstreute kalzinierte Knochen gefunden wurden, deren Zuweisung zum Menschen unsicher ist. Viele der Hüttenlehmfragmente zeichnen sich durch große Dimensionen von 0,20-0,30 m Länge aus. Die Abdrücke darauf zeigen daß die benützten Pfosten Durchmesser von 0,05-0,12 cm hatten und das dazwischen liegende Geflecht aus Schilf oder aus Ruten von 0,04-0,03 m Durchmesser bestand.
Ohne in unmittelbarer Verbindung mit dem Komplex fand sich ungefähr 2,5 m weiter südwestlich ein kleines Bronzemesser, von 8,7 cm Länge und 1,2 cm maximaler Breite, mit schmaler Griffzunge (Abb. 14/ 7).
Aus der Umgebung des Sees Bistret sind aus älteren oder neueren Entdeckungen weitere Funde bekannt, die jenen vom Prundu Mãgarilor ähneln. Die ersten hallstattzeitlichen Spuren stammen aus Oberflächenbegehungen der Jahre 1942 und 1955 auf dem Grindul Braniºte, welcher die Teiche Cârna und Nasta voneinander trennte, und vom Grindu Rostii, 3 km südöstlich von Cârna13. Weitere sind Zufallsfunde, die während der Verbesserungs- und Konsolidierungsarbeiten am See während der Jahre 1968-1971 gemacht wurden14. Bei einigen Sondagen des Jahres 1983 auf dem Grindul Gârla Boii, 3 km südlich der Ortschaft Bistreþ gelegen, wurde eine, fast vollständig von einer Sandgrube zerstörte, frühhallstattzeitliche Siedlung identifiziert. Die Keramik dieser Station wird durch doppelkonische Gefäße mit Kegelhals, seltener auch zylindrischem Hals, und ausladendem Rand gekennzeichnet, die auf dem Hals oder auf der Schulter mit horizontalen, auf dem Bauch mit schrägen Kanneluren verziert wurden, manchmal auch mit Knubben am Bauchumbruch. Ein solches Bruchstück, auf dessen Schulter eine Knubbe mit umlaufenden, halb- und kreisförmigen Kanneluren blieb, hatte eine, mit einem gut polierten schwarzen Überzug bedeckte Außenseite und eine gelblich-ziegelrote Innenseite. Durch Oberflächenbegehungen wurden auf dem ehemaligen Grind al Lãptarului, dann am südlichen Ufer des Grind Ostrvogania, am Grind Gagiu, Fundstelle "Cabana de Metal", südlich der Ortschaft Plosca15, am südlichen Ufer des ehemaligen Teiches Nasta, in der Nähe des ehemaligen Grind al Tomii16 (Fundstellen Nasta-La târla und La butoi, an der südlichen Seite des Dorfes Cârna, direkt am Ufer des ehemaligen Teiches Cârna, heute Becken Nr. 3 und südlich des Dorfes, zur Donau hin, auf dem Grindul lui Dãnilã, in den von den Einebnungsarbeiten für Obstgärten nicht berührten Bereichen, weitere frühhallstattzeitlich Siedlungsspuren entdeckt, die jeweils durch kannelierte Keramik gekennzeichnet sind (Abb. 15).
Die kulturelle und chronologische Einordnung des Fundverbandes vom südlichen Ufer des Sees Bistreþ, wie auch der anderen Funde aus der Umgebung ist relativ einfach. Die Kannelurverzierung, das Vorkommen der doppelkonischen Gefäße zusammen mit den Schalen mit einziehendem Rand oder der Grobkeramik, durch sogenannte Sackgefäße vertreten, mit Fingertupfenleisten, der doppelkonischen Tasse mit hochgezogenem Henkel und der pyraunoi werden als charakteristisch für die Vârtop-Gruppe betrachtet17. Doppelkonische Gefäße mit ausbiegendem Rand konnten auch in den Brandgräberfeldern von Hinova18, Ostrovu Mare19, Oreviþa Mare20 und in den hallstattzeitlichen Brandgräbern von Balta Verde21, im Bãileºtilor-Tiefland22, in den "Siedlungen" und "Hügelgräbern" der Umgebung von Vârtop und Plopºor23 entdeckt, ebenso wie wiederum an der Donau in Pristol24 und Salcia25, in der Siedlung von Ghidici, wo doppelkonische Gefäße und Schalen mt einziehendem Rand, alle mit Kannelurverzierung, geborgen wurden26 sowie Rast27. Archäologische Fundstellen, deren Charakter nicht genau bestimmt werden konnte, sind vor allem be Geländebegehungen auch in der Donau-Au, bei dem Dorf Cãlãraºi28, auf mehreren Sandbänken (Grind) des ehemaligen Sees Potelu südlich des Ortes Grojdibodu-Hotaru29, aus der Umgebung von Orlea30, wie auch am Nordufer des Sees bei Celei31, und im kleinwalachischen Binnenland bei Almãjel32, Dobreºti33, Cãciulatu34, Nichitoaia35, in der befestigten Siedlung von Portãreºti36, Reºca37, ªtiubei38, vielleicht auch in Bãdoºi39, dann in ªiacu40, Cãlugãreni41, Ocnele Mari42, Cãzãneºti43, Bârseºti44, Brezoi45 entdeckt worden. Es muß unterstrichen werden, daß nur sehr wenige dieser Materialien aus systematischen Grabungen stammen, sondern aus begrenzten Rettungsgrabungen oder, vor allem, aus Oberflächen- oder Zufallsfunden. Östlich davon, jenseits des Olt, sind Fundverbände mit kannelierter Keramik (doppelkonische Gefäße, Schalen oder Tassen) aus dem Körpergräberfeld von Zimnicea46, aus dem Hügelgrab von Meri47, und schon seit längerer Zeit aus der Ebene in den Stationen von Albeºti48, Alexandria49 und Cãlineºti50, aus den Siedlungen von Popeºti51, wieder in der Donau-Au bei Cãscioarele in der Insel (ostrov) - Siedlung52, Boian-Staþiunea B53, Mãnãstirea54, Cãlãraºi-Grãdiºtea55, dann zum Zentrum Munteniens hin in Dridu-Fierbinþi56, Bucu57, Cârlomãneºti58, Sãrata Monteoru59 und nach Nordosten in der Nähe von Milcov, bei Cândeºti60 bekannt. Südlich der Donau können, neben dem seit längerer Zeit bekannten Gefäß von Manole bei Plovdiv61, die am Donau-Ufer gelegenen Funde von Bukovci62, Orjahovo63, Ostrov64, Gigen65, dann jene aus der Umgebung von Svištov66, weiter vom Fluß entfernt bei Sborjanovo67 oder noch weiter südöstlich davon, im Tal des Flußes Kamèa nahe der Küste in den Siedlungen von Dãlgopol und Sava68, sowie in der südlichen Dobrudja bei Arkovna69, Balcic70, Bojurec71 und Durankulak72 erwähnt werden (Abb. 16).
Die Auflistung der Funde mit kannelierter Keramik südlich der Karpaten scheint eine recht einheitliche Zone aufzuzeigen mit vielen Punkten, vor allem entlang der Donau. Die Qualität der Informationen läßt allerdings viel zu wünschen übrig. Großflächig untersuchte hallstattzeitliche Siedlungen fehlen und, vor allem, Stratigraphien. Die wenigen Grabfunde liegen an der Donau oder, hauptsächlich, rechts des Stromes. Dort wo die Keramik durch systematische Forschungen geborgen wurde, haben die Grabungen andere Ziele verfolgt und führten nur mittelbar zur Bergung hallstattzeitlicher Fundsachen. Bei den meisten dieser Funde sind die Fundumstände unklar und müßten erst überprüft werden und bei der Publikation wurde nur ausgewähltes Material beschrieben oder abgebildet. Eine systematische Analyse wird durch diese Tatsachen erheblich erschwert. In den bisherigen Veröffentlichungen sind diese Lücken deutlich. Beim Fehlen von zufriedenstellend erforschten Objektiven, mit stratifizierten und gut untersuchten Funden, wurden die Materialien anderswo bekannten "Kulturen", manchmal sehr weit entfernter Gebiete, oder ungenügend definierten "Kulturgruppen" zugewiesen73. Wenn das im Jahre 1976 der Forschungsstand war, so stehen uns heute eine Reihe von weiteren Funden zur Verfügung, die einen ersten Versuch zur Neuordnung der Funde gestatten. Eine erste Feststellung ist die formale und ornamentale Einheitlichkeit der kleinwalachischen kannelierten Keramik, die ihre Zusammenfassung in einer eigenständigen Gruppe erlaubt. Obwohl der Begriff Vârtop wegen der völlig unbefriedigenden "Forschungen" in der namengebenden Station eigentlich sehr ungeeignet ist, muß er, im Sinne einer Keramikgruppe (oder eines Keramikstiles), beibehalten werden. Diese Gruppe liegt relativchronologisch nach den spezifischen Phänomenen der Spätbronzezeitund kann deutlich entlang der Donau umrissen werden, wobei einige Funde auf ihre Verbreitung in die bergigen Zonen hin deuten. Das keramische Repertoire ist wesentlich durch die doppelkonischen Gefäße mit kurzem Hals, ausbiegendem Rand und paarigen Knubben am Bauch gekennzeichnet, die seltener auch Henkel tragen können. Dazu gehören die Schale mit eingezogenem Rand und Halbkugelige Tassen mit überrandständigem Henkel, die alle aus gutem Ton mit Sandmagerung gearbeitet sind und die poliert und meistens schwarz gebrannt wurden. Schließlich sind Gefäße mit einer Magerung aus zerstossenen Scherben und von unregelmäßigem Brand zu nennen, deren Rand meist einfach ist und nach innen gebogen sein kann. Die Verzierung, für die erstere Warengruppe, wurde vor allem durch schmale oder breite Kanneluren ausgeführt, die schräg am Bauch und in waagerechten Bändern am Hals der doppelkonischen Gefäße angebracht wurden und als Girlande, einschließlich des "Stern"-Motives, im Inneren von Schalen oder außen auf den Tassen. Die Schalen können auf dem Rand ebenfalls schräg kanneliert sein. Die gröberen Gefäße sind durch hervorgehobene Fingertupfenleisten verziert, die mit Knubbe versehen sind, die ihrerseits in der Mitte Dellen haben. Das Gebiet, in dem diese Keramik verbreitet ist, schließt offenbar ganz Oltenien ein, da weitere Funde existieren, die noch unzureichend veröffentlicht sind und neue Elemente ergeben könnten, wie etwa das gräberfeld von Râureni74.
Angesichts dieser allgemeinen Lage kehren wir zurück zur Frage des Ursprunges dieser Keramik. Für die doppelkonischen Gefäße mit kurzem Kegelhals, schräger Kannelur und paarigen Knubben am Bauch finden wir die besten Analogien in der Töpferei der zweiten phase der Cruceni-Belegiš Kultur75. Sehr gute Vergleiche finden wir in der Keramik der zweiten Stufe aus dem Gräberfeld von Beograd-Karaburma76, in einigen Gräbern von Cruceni77, in Gräbern der zweiten Phase von Bobda78, in einem Fund von Timiºoara-Fratelia79, in einem Brandgrab von Caransebeº-Balta Sãratã80, aber auch in der kürzlich untersuchten Nekropole von Ticvaniu Mare81 (Abb. 17). Eine weitere gute Analogie ist auch das Gefäß aus dem Depotfund von Cornuþel82, wobei in fast gleiches Gefäß auch jenes ist, in dem die Metallgegenstände des Depots von Fizeº83 niedergelegt wurden. Im Banat gibt es noch weitere Funde mit doppelkonischen, kannelurverzierten Gefäßen, aber aus unklaren Kontexten, wie etwa Sviniþa am Ufer der Donau84, Moldova Veche-Cariera de banatite85 und die noch unpublizierten Gräberfelder von Peciu Nou und Voiteni86. Auch im westlichen Verbreitungsgebiet der Belegiš Gruppe ist kannelierte Keramik mit Formen bekannt, die für das Gesamtgebiet der Gruppe typisch sind87.
Flußaufwärts vom Eisernen Tor ist die Abfolge Žuto Brdo - Belegiš etwa in Beograd-Karaburma88 und Dubovac89 belegt, sowie in der Schlucht bei Liubcova90 und Sviniþa91. Flußabwärts sind wohl auch in Hinova92 Analogien zu finden. Man kann demnach eine Ausdehnung des Cruceni-Belegiš Stiles die Donau abwärts beobachten, wobei ein erstes Ergebnis dieses Phänomens das Erscheinen der Bistreþ-Iºalniþa Töpferei ist, in deren Formen- und Zier-Repertoire sich, neben Elementen von Gârla Mare Tradition, westliche Einflüße finden93. Das Erscheinen der Bistreþ-Iºalniþa Gruppe kann, in groben Zügen, um 1500 v. Chr. datiert werden, wenn man zwei radiometrische Daten berücksichtigt. Das erste stammt aus der Novo Selo - Gârla Mare - Žuto Brdo Schicht von Balej, die von einem Horizont überlagert wird, der der frühen Eisenzeit zugeschrieben wird94. Obwohl der Inhalt der Schicht zu einem gewissen Grad diskutabel ist95, wird das Ende der Bronzezeit, aus Sicht der Bulgarischen Forschung, durch das kalibrierte datum (Abb. 19) um 1600/1500 v. Chr. datiert. Das zweite Datum stammt aus der älteren Belegiš Schicht aus der bekannten, mehrschichtigen Siedlung von Gomolava96. Kalibriert (Abb. 20) zeigt das C14 Datum, daß in Gomolava die frühe stufe der Belegiš Gruppe um 1400 v. Chr. bereits vorhanden war. Dementsprechend kann der Anfang der Bistreþ-Iºalniþa Gruppe kurz nach 1500 v. Chr. mit einiger Sicherheit angenommen werden97. Bistreþ-Iºalniþa Gefäße finden sich vereinzelt auch im Norden Olteniens98 und sogar noch weiter entfernt im Bereich der späten Bronzezeit Munteniens, wie etwa in Orbeasca99, Radovanu100 oder Chitila101, was nicht nur die dynamic sondern auch die Zeitdauer des Phänomens anzeigt. Der südlichste Bistreþ-Iºalniþa Fund, der heute bekannt ist, wird durch eine kleine Gruppe von Brandgräbern repräsentiert, die zufällig bei Mokreš102, 8 km von der Donau und nicht weit von Orsoja. Wenngleich die neue Gruppe sich im Bestattungsgebaren auch nicht von den Gârla Mare Gräbern unterscheidet, so wird durch die Keramik ein neues, eigenständiges Phänomen dokumentiert, das sich von der Gârla Mare Gruppe unterscheidet, selbst wenn einige Ziertechniken weiter benutzt werden103. Die Bistreþ-Iºalniþa hat wahrscheinlich keine sehr lange Existenz gehabt, wobei ihre charakteristischen Formen - Gefäße (Amphoren, Amphoretten, Schalen) mit viereckiger Aufsicht - zusammen mit der, ohnehin schon seltenen, Ziertechnik der Stempelung des weichen Tones verschwinden. Das Ende der Bistreþ-Iºalniþa Gruppe konnte nur zu dem Zeitpunkt stattfinden, als ein neuer Keramikstil erschien, unmittelbar nach dem Entstehen von dem was allgemein Belegiš II genannt wird. Gleichzeitig mit dem neuen Zierstil, der Kannelur, setzten sich auch Formen mit guten Analogien im späten Belegiš Bereich durch, von denen die repräsentativsten die doppelkonischen Gefäße mit kurzem Hals, ausbiegendem Rand und vier paarigen Knubben am Bauch sind. Sie werden mit schrägenkanneluren am größten Durchmesser und mit schmalen Kannelurbändern, waagerecht oder als Girlanden, an Hals und Schulter verziert. Diese Gefäße werden fast immer von Schalen mit einziehendem Rand begleitet, die auf dem Rand schräg kanneliert sind, oft auch mit Sternmotiven aus schmalen Kanneluren im Inneren, sowie halbkugeligen Tassen mit überrandständigem Henkel, die wiederum mit waagerechten Kanneluren unter dem Rand oder Girlanden auf dem Körper verziert sind, insgesamt also eben jene Formen, die die Vârtop Gruppe charakterisieren. es muß sich nicht unbedingt um das Eindringen einer Bevölkerung handeln, besonders wenn man das keramische Repertoire der Bistreþ-Iºalniþa Gruppe berücksichtigt, in dessen Rahmen man Verzierungen von älterer Tradition auf neuen Formen beobachten kann. Streng archäologisch ist nur die Ausbreitung, weiter und sehr klar, einer neuen Keramik-Mode von ihrem westlichen Ursprungsgebiet104, das im wesentlichen dem Belgrader Donauraum entspricht, flußabwärts zu beobachten. Zu einem ersten Zeitpunkt, der der späten Bronzezeit entspricht, führt dies zur Bildung der Bistreþ-Iºalniþa Gruppe, zu einem zweiten Zeitpunkt dann zu jener der Vârtop Gruppe der frühen Eisenzeit. Von diesem Standpunkt aus betrachtet wird die Bedeutung der Belegiš Gruppe für den Ursprung der kannelierten Keramik Olteniens deutlich und die Theorie eine "Ableitung" dieser von der Gârla Mare Gruppe muß aufgegeben werden. Die, häufig erwähnte, Verbindung zwischen den Vârtop funden und der Keramik von Susani ist nicht besonders deutlich. In Susani sind ausreichende Mengen an Gefäßen, Tassen und doppelkonischen Gefäßen vorhanden - mit Motiven verziert, die in der Vârtop Gruppe fehlen - aber auch Schalen mit Randlappen105, so daß der Hügel aus dem Banat wohl am ehesten im weiteren Kontext des Belegiš Phänomens zu sehen ist und an das Ende der Spätbronzezeit gestellt werden muß106, in eine Zeit die der Bistreþ-Iºalniþa Gruppe in der heutigen Walachei und in Nordwestbulgarien entspricht.
Das Bronzemesser, das in keinem direkten Zusammenhang mit den untersuchten Strukturen gefunden wurde, ist in der gegenwärtigen Diskussion kaum von Nutzen. Mehr oder weniger gute Analogien finden sich entlang der Donau in der Gârla Mare auf dem Prundul Mãgarilor, am Fundpunkt Rampa107, im späten Cruceni-Belegiš Umfeld in Ticvaniul Mare, Gräber 10 und 13108, in Moldova Nouã-Cariera de banatite109, in der spätbronzezeitlichen Siedlung von Radovanu110, ebenfalls in radovanu, aber in einem Körpergrab das der frühen Eisenzeit zugeschrieben wurde111, in dem frühhallstattzeitlichen Gräberfeld von Zimnicea112, südlich der Donau in der Rabiša Höhle113 oder auf der Insel Thasos in Befunden der gleichen Zeit114. Es dürfte ein Gegenstand sein, der eher mit den Trachtsitten der späten Bronze- und frühen Eisenzeit verbunden werden kann, die weit verbreitet sind und viele Varianten haben. Weitere Metallfunde vom Anfang der Eisenzeit in der Wallachei, wenn auch nicht sehr viele, sind aus Depots oder Einzelfunden bekannt. Wichtig ist vor allem der Depotfund von Sacoºi-Slãtioara, im Norden des Gebietes, mit einem Inhalt, der die Datierung an den Anfang der Eisenzeit sichert115. Zeitgleich ist auch der Hortfund von Socu116. Von den Einzelfunden müssen vor allem die Schwerter vom typ Reutlingen aus Belceºti117, Mateeºti118 und die kürzlichen entdeckungen von Ostrovu Mare119 und Grui120, sowie den länger bekannten Dolch aus dem Norden des kreises Gorj121. Hinzuzufügen sind zahlreiche Tüllenbeile die in Horten oder als Einzelstücke gefunden wurden122. Ein großer Teil dieser metallfunde, die leicht dem Vârtop Kreis zugeordnet werden können, sind westlichen Ursprungs, besonders die Schwerter, oder aus Siebenbürgen, wie viele der Tüllenbeile. Sie dokumentieren auch aus einem anderen Blickwinkel das Vordringen anderer elemente der materiellen Kultur in Begleitung der kannelierten Keramik aus den jeweiligen Gebieten an die wallachische Donau.
Jenseits des Oltes, nach Osten, haben die Angaben zugenommen und die Situation ist anders. Im Unterschied zu dem was B. Hänsels im Jahre 1976 registrieren konnte, stehen uns heute zwei bedeutende Funde zur Verfügung. Das betrifft in erster Linie das Gräberfeld von Zimnicea. Eigenartig durch seine Körperbestattungen123 in einer Zeit der vorherrschenden Brandbestattung, wird das Inventar des Gräberfeldes, am Zusammenfluß der Vedea mit der Donau, durch ein aus fast ausschließlich aus halbkugeligen Tassen mit hochgezogenem Henkel und mit kannelierter Verzierung gekennzeichnet124. Die Beigaben des einzigen Brandgrabes (Grab 13) bestehen aus einem doppelkonischen, als Urne dienendem Gefäß mit trompetenförmiger Mündung und mit Knubben am Bauch und einer Schüssel, die als Deckel genutzt wurde125. Aus der unmittelbaren Nachbarschaft der Gräber stammt ein doppelkonisches Gefäßfragment mit Kannelurgirlande und horizontalen parallelen Bändern auf dem Hals, dazu noch ein Schüsselbruchstück126. Vornehmlich auf Grund der Keramikanalogien, westlich des Oltes, wurde das Gräberfeld allgemein in die frühe Eisenzeit geordnet127. Der zweite bedeutende Fund ist das Gräberfeld von Sbojarnovo, mit vorherrschend ausgeübten Körperbestattung, ebenfalls auf dem rücken liegend und mit dem Kopf im Süden, allerdings in Hügeln mit Steinmantel und Steinringen oder -platformen128. Verbunden werden beide Fundverbände schon durch die Bestattungssitte. Das Keramikrepertoire ist aber verschieden. In Sbojarnovo sind die kantharoi, gedrungene doppelkonische Gefäße mit hypertrophierten, manchmal kannelierten Knubben, tiefe Schalen/Schüsseln mit nach einziehendem Rand, manchmal mit schrägen Kanneluren, charakteristisch. Es fehlen aber die, für Zimnicea so typischen Tassen129. In Sbojarnovo wurden kleine Eisenmesser130 und vier zweischleifige Bogenfibeln mit Bügelkugeln131 geborgen, wodurch die Unterschiede, besonders chronologisch, zwischen den beiden Gräberfeldern besonders betont werden. Das Gräberfeld von Sborjanovo ist dadurch wichtig, daß die kantharoi an gewisse Materialien von Cãscioarele132 erinnern. Sbojarnovo und Cãscioarele könnten so als Grenzpunkte zum Umreißen einer hallstattzeitlichen Gruppe, die durch, allerdings unsichere Funde, entlang der Donau aus dem südlichen Teil der Großen Walachei sowie vom südlichen Donauufer vertreten ist, von denen die wichtigsten die Gräber von Svištov sind. Diese Gruppe unterscheidet sich sowohl durch das Keramikrepertoire, als auch durch die vorherrschende Bestattungssitte, von den frühhallstattzeitlichen Ausdrucksformen aus der Kleinen Walachei, im Vergleich zu denen, wie das auch von den Fibeln veranschaulicht wird, sie als jünger zu betrachten ist. Sehr gute Analogien für die Keramik von Sborjanovo lassen sich in den Funden nachweisen, die von B. Hänsel in der sogenannten "Küstengruppe"133 zusammengefaßt wurden und zu denen jetzt noch ein mit den Stücken von Sborjanovo verwandter kantharos aus Durankulak gezählt werden kann134. Damit scheint die Verbreitung dieser Gruppe klarer und ausgedehnter zu sein135. Es ist schwierig zu beurteilen, in Verhältnis das Gräberfeld von Zimnicea zu dieser Gruppe steht. Durch das Keramikrepertorium werden Beziehungen der Bestattungen von Zimnicea zu den Funden von Typ Vârtop erkennbar, während die Körperbestattung in gestreckter Position mit dem Kopf nach Süden eher nach Sborjanovo weist. Es ist also möglich, daß in Zimnicea sogar eine Einwanderung - unter Berücksichtigung des Bestattungsrituals ohne Vorläufer in diesem Gebiet - dokumentiert wird, deren Träger für kurze Zeit Formen übernahmen, die bereits lokal vorhanden waren, um später, wie in Sborjanovo oder Cãscioarele belegt, eine eigenen Töpferei zu gestalten. Ein anderer bedeutender Fund ist der "Depotfund" von Dridu136. Das schon erwähnte Gefäß von dort hat eine Form die für das Repertoire der Cruceni-Belegiš Gruppe typisch und sehr häufig ist, die im Zentrum der Großen Walachei aber etwas überrascht. Das aber nur auf den ersten Blick, denn die Keramik des Fundverbandes von Prundu Mãgarilor bildet einen Hinweis der Verbreitungsrichtung des neuen Keramikstiles vom Eisernen Tor her, was wahrscheinlich noch durch weitere Funde belegt werden wird.
Hier kann nicht die ganze Problematik der frühhallstattzeitlichen Ausdrucksformen aus der Großen Walachei besprochen werden. Es sollt nur auf die Existenz einer ziemlich starken Keramikgruppe hingewiesen werden, die zu einem gewissen Zeitpunkt - auch durch die Fibel vom Sborjanovo-Typ datierbaren - der Verbreitung der Keramik vom Stil Belegiš-Vârtop ein Ende gesetzt hat, von der sie sich auch stilistisch unterscheidet137. Außerdem sind wir der Meinung, daß aus dieser Perspektive die Analyse älterer Funde mit kannelierter Keramik wieder aufgenommen und auf ihre automatische Zuweisung der "Mediasch-Kultur" verzichtet werden muß.
Eine andere, in Verbindung mit den Funden von Prundu Mãgarilor stehende Problematik, betrifft ihren Sinngehalt. Im Jahre 1996 wurde die Grabung wieder aufgenommen und die ganze in der Nachbarschaft liegende Zone überprüft, wobei festgestellt werden konnte, daß der im Vorjahr geborgene Fundverband alleinstehend ist. Ringsherum ist das Gelände flach, die einzige Erhebung, der Rest des sandigen Grindul Baba Opriþa, liegt 300 m süd-westlich davon, wo ausschließlich Scherben der frühmittelalterlichen Dridu Gruppe gesammelt werden konnten. In nördlicher Richtung war das Seeufer ständig zerstört worden. Bei den seit 1983 jährlich durchgeführten Geländebegehungen an den Ufern des Bistreþ-Sees konnten auch weitere Funde der frühen Eisenzeit registriert werden. So wurde im Jahre 1990, auf dem südlichen Ufer des ehemaligen Teiches Nasta, heute das Becken Nr. 4, ein als Kenotaph betrachteter Komplex geborgen, dessen Material dem Inventar des Komplexes von Prundu Mãgarilor gleicht138. Ein anderer Komplex der Bistreþ-Iºalniþa Gruppe wurde ebenfalls auf dem Prundul Mãgarilor in Jahre 1992 registriert, ungefähr 400 m östlich von dem in den Jahren 1995-1996 untersuchten. Dabei wurden große Keramikbruchstücke und massive Hüttenlehmfragmente geborgen. Die Grabungen damals haben aber gezeigt, daß der Komplex vollständig zerstört war und die Materialen vom Wasser durcheinander gebracht waren. Somit besteht die Möglichkeit, daß unsere Entdeckung, trotz der vom Wasser im Verlaufe der Zeit verursachten beträchtlichen Zerstörungen, nicht der einzige Fund dieser Art in der Umgebung des Sees Bistreþ ist. Wir sind nicht der Meinung, daß die Anwesenheit der wenigen menschlichen Knochen (Bruchstücke der Schädel-, Kiefer-oder Beckenknochen von verschiedenen Individuen139) mit Brandspuren aus Grube 6 ausreichend sind um von einer Bestattung sprechen zu können, während die kalzinierten Knochen, die zwischen den Scherben und dem Hüttenlehm gefunden wurden zu wenig zahlreich waren und völlig ungeordnet lagen. Die Struktur des Befundes, zusammen mit dem völligen Fehlen von Siedlungsspuren in seiner nächsten Nachbarschaft, hindern uns gleichzeitig ihn als einen einfachen wirtschaflichen Komplex zu betrachten. In diesem Sinn scheint sein Aufbau mit einem zentralen Herd und wenigstens 7 ungefähr radial angeordneten Gruben, alle mit Resten eines verbrannten Gebäudes - Fragmente von Hüttenlehm - bedeckt, auf einem eigenartigen, kultischen Charakter hinzuweisen. Das wird durch das absichtliche Verfüllen der Gruben mit Resten wahrscheinlich desselben eingeäscherten Baues suggeriert. Der Eindruck den die Keramik erweckt, vornehmlich jener aus den Gruben, scheint auf ein bewußtes Zerschlagen, gefolgt von einer, ebenfalls absichtlichen, nur teilweisen Deponierung von Gefäßen hinzuweisen. Ausnahmen sind nur die Miniaturgefäße mit evident eigenem Charakter. Wir fühlen uns berechtigt anzunehmen, daß der Fund von Prundu Mãgarilor eine, wenn auch nur unvollständig erhaltene, kultische Struktur darstellt. Wenn der kultische Charakter, unserer Meinung nach, nicht in Frage gestellt werden kann, wirft die Anwesenheit der vier menschlichen Knochen die Frage der Beziehung zu den Bestattungssitten auf. Die Brandbestattung im Gebiet der kleinwalchischen Donau ist am Anfang der Hallstattzeit durch das Flachbrandgräberfeld von Balta Verde140 oder durch das Doppelgrab von Vârtop141 belegt und setzt eine Tradition fort, die bereits in der Bronzezeit gut dokumentiert ist142. Die teilweise gebrannten und relativ gut erhaltenen menschlichen Knochenreste aus Grube 6 können aber nicht mit einer Brandbestattung in Zusammenhang gebracht werden. Innerhalb des Komplexes nehmen diese menschlichen Knochen nicht die zentrale Position ein und die Bruchstücke der eingeäscherten Konchen sind zahlenmäßig so wenige und so stark verstreut, daß die Möglichkeit ihrer rituellen Behandlung im Rahmen eines Zeremoniells zu erwägen ist, von dem nur die wenigen materiellen Spuren eines zentralen Herdes mit ringum angelegten und mit Resten von einem abgebrannten Bau gefüllten sieben Gruben erhalten geblieben sind. Wir schließen von vornherein die Hypothese von "Kannibalismus" aus und schließen uns der Meinung anderer Fachleuten an, die darauf hinweisen konnten, daß die Anthropophagie archäologisch nicht dokumentiert werden kann143. Die Möglichkeit, daß die vier menschlichen Knochen aus Grube 6 eine Opferung dokumentieren könnten ist, beim Fehlen auch anderer Skeletteile, ebenfalls sehr schwer zu akzeptieren. Ähnliche Komplexe wurden im Laufe der Forschungen auch im Bereich des Brandgräberfeldes vom Grindul Ostrovogania, bei der Fundstelle "Malu Mare" geborgen. Dort handelt es sich um verschieden große Grube, die mit Hüttenlehm mit Rutenabdrücken verfüllt waren, oder um unterschiedlich große Flächen von Hüttenlehmstreuungen und stark sekundär gebrannten Keramikbruchstücken, in einem Fall auch ein halbes, von Feuer stark deformiertes Zwillingsgefäß. Es konnten, wegen Wassereinbruch, nicht alle Befunde, vor allem die Gruben, genau untersucht werden. Die einzige besser beobachtete Situation, war eine der Bistreþ-Iºalniþa Gruppe angehörende Plattform mit Hüttenlehm und einem verbrannten Zwillingsgefäß (Komplex K). Einige Gräber dieser Art wurden, neben den zahlreichen Brandgräbern der Gârla Mare Kultur144, auch in Ostrovogania gefunden. Es ist leicht möglich, daß die Gruben und die Hüttenlehmstreuungen die materiellen Spuren von Zeremonien darstellen, die die Grablegung begleiteten, wobei es sich um die Reste der Scheiterhaufen und einiger darauf gestellter Deponate handeln könnte. Eine andere Grube mit sehr zahlreichen massiven Fragmenten von Hüttenlehm und am Ort zerbrochenen Gefäßen wurde im Jahre 1996-1997 bei der Fundstelle "Groapa lui Mihalache",auf dem südlichen Ufer des ehemaligen Teiches Nasta, ganz in der Nähe der Fundstelle des bekannten Gräberfeldes von Gârla Mare gelegen, erforscht. Das gesamte keramische Material der Grube gehört der Gârla Mare-Gruppe an145. Leider wurde die ganze Zone durch Einebnungsarbeiten stark zerstört und mit der daraus resultierenden Erdmassen wurde der heutige Damm auf der Südseite des Bistreþ Sees errichtet. Dadurch wurde eine Überprüfung des Verhältnisses zu dem ehemaligen Gräberfeld unmöglich macht. Ein Kennzeichen dieser Fundverbände, wie auch jenes von Prundu Mãgarilor, liegt in der Verbindung von stark sekundär gebrannter Keramik mit Resten von niedergebrannten Konstruktionen, wobei in manchen Fällen alle diese Reste in der Nähe gut definierbarer Bestattungsverbände deponiert wurden.
Grubenkomplexe mit besonderem Charakter sind auch sonst bekannt und sehr weit verbreitet. Als Beispiele mögen etwa folgende genügen: das "Gefäßdepot" von Valea lui Mihai, enthielt auch viel Asche und verbrannte Tierknochen146; die Gruben von Mãhãceni und Geoagiu de Sus, jeweils mit stark sekundär verbrannten Gefäßen, Asche, wenigen Tierknochen und verbrannten Lehmbrocken oder auch Teilen einer verzierten Herdplatte147; eine Grube der Ha A-Zeit aus Sighiºoara "Dealul Viilor"148; das "Gefäßdepot" von Unterwinden, wo 17 fast vollständige Gefäße der Unterwölbinger Gruppe (Reinecke A2) zusammen mit Tierknochen, Steinartefakten und "durch Feuer gehärteter Wandbewurf" in einer Grube gefunden wurden149; das "Gefäßdepot" von Zwerndorf an der March mit 41 ganzen Gefäßen der Mittelbronzezeit, die in einer annähernd rechteckigen Grube in drei Schichten übereinander auf einer untersten Schicht mit Löss, Hüttenlehm und Holzkohleeinschlüssen150 und schließlich sind verschiedene, noch etwas unklare Befunde von Oarþa de Sus, wo Gruben mit vollständigen Gefäßen gefüllt waren, manchedavon durch sekundären Brand völlig deformiert und oft zusammen mit teilweise verbrannten Tier- und/oder Menschenknochen151 enger mit der Situation von Prundu Mãgarilor verbunden, legen aber gleichzeitig auch eine Beziehung zu echten Bestattungen nahe (Abb. 21).
Die Sitte Reste von eingeäscherten Konstruktionen in der Grabgrube zu deponieren, konnte auch bei einer kollektiven Beerdigung am Rande der, auf dem Kalksteinmassiv von Istriþa gelegenen, Siedlung 2 von Nãeni-Zãnoaga aus der Endphase der Monteoru-Kultur dokumentiert werden152. Es zeigt sich also insgesamt, daß die bewußte Einäscherung von Konstruktionen im Rahmen eines Bestattungszeremoniells weit verbreitet war. Leider sind die Informationen bezüglich der Funde von Vârtop und Plopºor unvollständig. Wir wissen nur, daß dort ein Hügel erforscht wurde und dabei "einige kalzinierte Knochen" geborgen wurde, die mit Steinen und nachher mit Erde bedeckt waren153, was völlig unzureichend ist. In dem "Siedlung vom Hallstatt-Typ" benannten Fund von Ghidici-Balta Þarovei154, existieren, im Grundriß unregelmäßige, große Flächen die als Wohnungen vom "Hallstatt-Typ"gedeutet wurden 155. Doch scheint ein näheres Betrachten der Situation zusammen mit den publizierten Pläne und auch das archäologische Materialien eine andere Deutung zu erlauben. Wir begnügen uns hier damit die Ähnlichkeit mit dem Grundriß des Komplexes von Prundu Mãgarilor festzustellen, umso mehr, als in der nächsten Nachbarschaft eindeutige Bestattungskomplexe geborgen werden konnten.
Eine ähnliche Sachlage wie die vom Ufer des Sees Bistreþ, wird auch in dem bekannten Hügel von Susani aus dem Banat angetroffen156. Was die Autoren der Grabung als Niveau II bezeichnen, setzt sich aus Resten von gebrannter Erde, Hüttenlehm mit Spuren von Pfosten und Ruten, Bruchstücke von Herdkruste und sekundär, manchmal bis zur Verglasung gebrannten Scherben zusammen157. Beim Fehlen von Knochenreste ist der Bestattungscharakter des Fundes fraglich158, doch scheint die ganze Struktur zusammen mit dem Keramikinventar auf eine kultische, eventuell ein Begräbnis begleitende - Totenbankett- Praktik hinzuweisen.
Ähnliche Situationen werden auch im Hügelgräberfeld von Lãpuº angetroffen. Innerhalb des Gräberfeldes existieren mehrere Hügel mit besonderen Einrichtungen, die von G. Kacsó als "Typ 3" zusammengefaßt wurden, der sich vor allem durch das Fehlen von Menschenknochen auszeichnet, also keine eigentlichen Gräber beinhaltet. Ein Beispiel dieser Kategorie ist z.B. Hügel 17, wo sich unter dem sehr abgeflachten Erdemantel eine massive Brandlage fand unter der mehrere Gruben lagen. Über der Deponierung mit Brandresten wurden viele Scherben, Steine, wenige Tierknochen und eine beschränkte Zone mit Kies. Hervorzuheben ist der Umstand, daß drei der Gruben des Hügels 17 oben "abgeschnittene" Gefäße (Abb. 18) enthielten159. Auch in Libotin wurde ein, dem Hügel von Lãpuº ähnlicher Fundverband geborgen160. Ein verwandter Fundverband liegt, ebenfalls unter einem, leider nur teilweise erforschten Hügel, auch im Hügelgräberfeld von Bicaz vor161. Nach C. Kacsó repräsentieren die Hügel vom Typ 3, ohne eigentliche Gräber zu sein, "ebenfalls Objekte funerären Charakters", die gelegentlich einer Begräbniszeremonie, nach der eigentlichen Einäscherung des Verstorbenen, errichtet worden sein sollen. Das kennzeichnende Element ihrer Struktur werde von den Überresten des Scheiterhaufens und von verbrannten Materialien mit Ausnahme der Menschenknochen dargestellt162. Unter den von C. Kacsó zitierten anderen Fundverbänden, hat Hügel 2 von Meri eine besondere Bedeutung, doch zwingt die Unsicherheit der Fundbergung zum Vorbehalt163.
Der Fundverband von Prundul Mãgarilor reiht sich somit in eine größere Serie von Befunden ein, die als Teile einer komplexen Begräbniszeremonie betrachtet werden können, unabhängig davon ob es sich um Brandbestattung handelt, wie im Falle der Gârla Mare-, Bistreþ-Iºalniþa-, Belegiš-, Vârtop- oder Suciu de Sus- Gruppen, oder um Körperbestattung, wie im Falle des Grabes der Monteoru-Kultur von Nãeni. Zumindest im Fall von Cârna und Nãeni stammen die massiven Hüttenlehmfragmente mit Spuren von Pfosten nicht vom Scheiterhaufen sondern von einer Konstruktion, die mit vielleicht als ad-hoc errichtetes Totenhaus betrachtet werden könnte und im Rahmen der selben Begräbniszeremonie abgebrannt wurde. Die Komplexität solchen Zeremoniells, die einen hohen Verbrauch sozialer Energie voraussetzt, weist auf den hohen sozialen Rang der Verstorbenen hin, Mitglieder von Eliten die auch durch die Bestattungspraktiken im Wettstreit standen ihre soziale Identität zu zeigen. Eine andere Form das soziale Prestige darzustellen kann die, in dieser Zeit gut belegten Deponierung von Bronzen gewesen sein. Daher scheint auch die Lage in Bicaz, wo neben dem Hügelgräberfeld auch zwei Bronzedepots entdeckt worden sind, besonders interessant zu sein164. Mit derselben Notwendigkeit der Darstellung des sozialen Prestiges scheinen auch die "Befestigungen" von großen Ausmaßen zu stehen, deren Errichtung wegen, archäologisch nicht direkt belegbaren, Invasionen weniger wahrscheinlich ist.



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Note
1Übersetzung aus dem Rumänischen R. Harhoiu und N. Boroffka.
2 D. Berciu, Arheologia preistoricã a Olteniei, Craiova 1939, S. 155 (im weiteren: Berciu, Arheologia preistoricã); ders., Zorile istoriei în Carpaþi ºi la Dunãre, Bucureºti 1966, S. 232; B. Hänsel, Beiträge zur regionalen und chronologischen Gliederung der ältere Hallstattzeit an der Unteren Donau, BAM 16-17, Bonn 1976, S. 101-105 (im weiteren: Hänsel, Hallstattzeit); A. Vulpe, Germania 57, 1979, S. 207-215 (Rezension von B. Hänsel, Hallstattzeit).
3 A. Vulpe, Die Kurzschwerter, Dolche und Streitmesser der Halltattzeit in Rumänien, PBF VI.9, München 1990, S. 104.
4 D. Berciu, a.a.O.).; Eugenia Zaharia, S. Morintz, SCIV 16, 1965, S. 451-462; S. Morintz, Contribuþii arheologice la istoria tracilor timpurii I. Epoca bronzului în spaþiul carpato-balcanic, Bucureºti 1978, S. 40 (im weiteren: Morintz, Contribuþii); M. Gumã, Civilizaþia primei epoci a fierului în sud-vestul României, Bucureºti 1993, S. 161-163 (im weiteren: Gumã, Civilizaþia); ders., Epoca bronzului în Banat, Timiºoara 1997, S. 66-67.
5 S. Morintz, P. Roman, SCIV 20, 1969, 3, S. 393-423; S. Morintz, SympThrac 6, 1988, S. 59-60, mit derselben, etwas nuancierteren Betrachtungsweise.
6 I. Nestor, in Istoria României, I, Bucureºti 1960, S. 110.
7 I. Chicideanu, Dacia NS, 30, 1986, 1-2, S. 47; ders., SCIVA 43, 1992, 1, S. 52-53; A. László, Începuturile epocii fierului la est de Carpaþi, Bucureºti 1994, S. 157-158.
8Hänsel, Hallstattzeit, S. 151-164; T. Muscã, Apulum 18, 1980, S. 67-75.
9 A. László, Începuturile epocii fierului la est de Carpaþi, Bucureºti 1994, S. 157; O. Leviþki, Cultura hallstattului canbelat de la rãsãrit de Carpaþi, Bucureºti 1994, S. 152-154.
10 Ein allgemeiner Grabungsbericht für die Jahre 1983-1998 bei I. Motzoi-Chicideanu, Monica ªandor-Chicideanu, S. Oanþã, European Archaeology - online, www.archaeology.ro.
11 Jedes Jahr, angefangen mit Oktober und bis Mitte Juni wird der Wasserspiegel künstlich erhöht und beginnt mit dem Anfang des Fischsaisons ständig zu sinken. Folglich bilden die Monate August -September die optimale Zeit für Grabungen. In den letzten Jahren hat aber die Leitung der Fischerei Dunãreni beschlossen, ein hohes Wasserniveau zu halten, was die Erforschung der Fundverbände auf den niedrigen Ufern in der Nähe des Sees praktisch unmöglich gemacht hat.
12 Zahlreiche römische Funde wurden auf den Seeufern immer wieder gefunden. Sie stammen aus dem, in der Nähe, bei der Fundstelle Pichetu Vechi, 4-5 km südlich vom See, liegenden Steinlager, siehe D. Tudor, Oltenia romanã, Bucureºti 1968, S. 266, für die Lager von Bistreþ.
13 Gh. Bichir, Materiale 5, 1959, S. 278-279 und Abb. 8.
14In der Sammlung der Grundschule Bistreþ befanden sich 1983-1984 einige Tassen und zahlreiche Scherben, die von den Schulkindern auf den Sandbänken (grinduri) in der Umgebung des Dorfes gesammelt worden waren.
15 Im Sommer 2000 wurden die ersten Grabungen in der dortigen frühhallstattzeitlichen Besiedlungszone durchgeführt.
16 I. Chicideanu, a.a.O., der heutige Name der Fundstelle ist "La târlã". Im Jahre 1996 fingen die systematischen Grabungen in einer größeren Siedlung bei der ebenfalls auf dem südlichen Ufer des ehemaligen Teiches Nasta gelegenen Fundstelle "La butoi" an. Dabei wurden bislang 83 Komplexe (Gruben) erforscht. Die frühesten Funde lassen sich problemlos dem Anfang der Eisenzeit zuordnen.
17 Oben Anm. 1-2.
18 M. Davidescu, Thraco-Dacica 2, 1981, S. 7 ff., für den der Insula Banului-Kultur "zugewiesenen Schatzfund"; für das Gräberfeld steht nur eine völlig unzureichende Zusammenfassung zur Verfügung, siehe ders., SympThrac 2, 1984, S. 11. Eine Besprechung des Gräberfeldes von Hinova aufgrund der im Museum von Turnu-Severin gesehenen Funde bei M. Gumã, Civilizaþia, S. 177-179, der sich für die Eingliederung in der Gruppe Hinova-Balta Verde, in der Übergangsperiode von der Bronze- zur frühen Eisenzeit ausspricht. In Erwartung einer kompletten Veröffentlichung behalten wir eine kurzgefaßte Meinung über das Gräberfeld von Hinova bei (I. Chicideanu, SCIVA 43, 1992, 1, S. 52 und Anm. 14).
19 D. Berciu, a.a.O..,
20 G. Crãciunescu in P. Roman (Hrsg.), The Thracian world at the crossroads of civilizations - Proceeding of the seventh International Congress of Thracology - Constanþa-Mangalia-Tulcea 20-26 May 1996, II, Bukarest 1998, S. 497-505.
21 D. Berciu, E. Comºa, a.a.O., bei Gr. 3 S. 311-312 und Abb. 41/1 ist die Urne mit vier Paaren von Knubben und schrägen Kanneluren auf dem Bauch und Kannelurgirlande am Hals verziert, Gr. 9, S.313-314 und Abb. 42/3, Gr. 19 S.317-318 und Abb. 49, das Gefäß aus diesem Grab hatte ebenfalls eine Girlandeverzierung auf der Schulter.
22 Unveröffentlichte Materialien aus einem Zufallsfund in der Sammlung des Museums von Bãileºti. Hier sei dem Direktor Gh. Câþlariu für der Erlaubnis zur Materialeinsicht gedankt.
23 D. Berciu, Arheologia preistoricã, S. 144-146. Eine ausführlichere Darstellung des Materials, mit kritischer Besprechung der Fundzusammenhänge bei B. Hänsel, Hallstattzeit, S. 101-105.
24 Ein doppelkonisches Gefäß im Muzeul Porþilor de Fier, Turnu-Severin, siehe D. Galbenu, Drobeta 1, 1974, S. 257-258.
25 I. Chicideanu, a.a.O., S. 52 und Anm. 8.
26 M. Nica, Thraco-Dacica 8, 1987, 1-2, S. 16-38; ders., in: Cercetãri arheologice în aria nord-tracã I, Bucureºti 1995, S. 236-246, einschließlich des Brandgrabes, das der Vârtop zugewiesen wurde, mit der Anmerkung, daß es sich um ein Doppelgrab handeln könnte, da gebrannte Knochen in zwei Schüsseln gefunden wurden, ders., in: Prima epocã a fierului la gurile Dunãrii ºi în zonele circumpontice. Arbeiten des Internationalen Kolloquiums Septembrie 1993, Tulcea, 1997, S.11-25. Der Autor vertritt die Meinung, daß bei der Fundstelle "Balta Þarova" eine Siedlung der Gârla Mare-Kultur, eine der Bistreþ-Iºalniþa Gruppe und eine frühhallstattzeitliche Siedlung der Vârtop Gruppe und in der Nähe, außerhalb des Gârla Mare-Gräberfeldes, einige Bistreþ-Iºalniþa und Vârtop-Gräber entdeckt wurden. Leider ist die Darstellung des archäologischen Zusammenhanges völlig konfus, mit zumindest seltsamen Abbildungen und die Schlußfolgerungen, in denen versucht wird alle Forschungsrichtungen zufrieden zu stellen, können nicht behalten werden. Aufmerksamkeit erweckt das, 35 m von der "Siedlung" gelegene Vârtop-Brandgrab, das kaum als Einzelfund betrachtet werden kann.
27 V. Dumitrescu, The neolithic settlement at Rast, BAR International Series 76, Oxford 1980.
28 D. Berciu, Arheologia preistoricã, Abb. 183, nach B. Hänsel, Hallstattzeit, S. 102, soll das Stück aus Vânjuleþ stammen.
29 Auf dem Grind Nisipul Mare, ungefähr 4 km süd-westlich des Dorfes Hotaru, siehe I. Chicideanu, a.a.O., S. 52 und Anm. 10.
30 Frühhallstattzeitliche kannelierte Keramik befindet sich im Dorfmuseum von Orlea, in der ehemaligen Sammlung des Pfarrers Eustaþiu Cumpãnaºu und im Museum von Corabia. Der größte Teil stammt vom Grindu Grãdiºtea, welcher in der Mitte des ehemaligen Sees Potelu lag und heute als Folge der Trockenlegung verschwunden ist.
31 D. Tudor, E. Bujor, Ana Matrosenco, Materiale 7, 1961, S. 485-484 und Abb. 7. Es geht um ein Körpergrab, in dem das Skelett auf der rechten Seite lag. Die Ausrichtung wird nicht angegeben, doch nach dem Schatten scheint der Kopf im Süden gelegen zu haben. Auf dem Foto sind auch eine Tasse mit hochgezogenem Henkel und ein großes Gefäß zu erkennen.
32 S. Lazãr, Oltenia StCom 11, 1999, S. 27, Abb. II/2.
33A.a.O.
34Mitteilung Fl. Ridiche, dem auch hier dafür gedankt sei.
35 Mitteilung Fl. Ridiche, dem auch hier dafür gedankt sei.
36 C. Tãtulea, Thraco-Dacica 3, 1982, S. 121-133.
37Mitteilung Fl. Ridiche, dem auch hier dafür gedankt sei.
38 D. Berciu u.a., SCIV 3, 1952, 1, S.173; Simona Lazãr, a.a.O., S. 28, Abb. I/3-9.
39 D. Bondoc, Oltenia StCom 11, S. 55-56, wo "schwarze geglättete Keramik", von Gáva-Tradition erwähnt wird, aber mit fehlerhaften Abbildungshinweisen.
40Unveröffentlichte Grabungen aus dem Jahre 1982, I. Motzoi-Chicideanu.
41 I. Chicideanu, P. Gherghe, Materiale 15, 1983, S. 105-107, Abb. 3/3-11.
42 Gh. Petre-Govora, O preistorie a nord-estului Olteniei, Râmnicu Vâlcea 1995, S. 53, unter dem keramischen Material auch ein pyraunos, Abb. 6/5.
43A.a.O., S. 54.
44 A.a.O., S. 61.
45 S. Purice, Mariana Iosifaru, SympThrac 6, 1988, S. 56.
46 Alexandrina D. Alexandrescu, Dacia NS, 22, 1978, S. 115-124.
47 E. Moscalu, Thraco-Dacica 1, 1976, S. 78-79, Abb. 2/2; 3/1, 6. Allerdings machen wir darauf aufmerksam, daß aus der Beschreibung der Grabung (S. 77-78 und Abb. 1 mit Plan und Profil des Hügels) hervprgeht, daß der Fund nicht einheitlich ist.
48 D. Berciu, E. Moscalu, SCIV 23, 1972, 4, S. 635; E. Moscalu, CA 3, 1979, S. 339-351, wo die Frage der frühhallstattzeitlichen Befestigungsanlage besprochen wird.
49 B. Hänsel, Hallstattzeit, S. 98.
50 Vl. Dumitrescu, Dacia 9-10, 1941-1944, S. 537.
51 A. Vulpe, Dacia NS, 9, 1965, S. 105 und Abb. 7 mit sogenannten Vor-Basarabi Funden; B. Hänsel, Hallstattzeit, s. 97. Zu neueren Grabungsergebnissen siehe auch A. Vulpe, CA 10, 1997, S. 163-172.
52Gh. ªtefan, Dacia 2, 1925, S. 138-197. In den 1960-er Jahren wurden die Grabungen von Vl. Dumitrescu wieder aufgenommen, wobei auch frühhallstattzeitliche Funde geborgen wurden. Durch die Freundlichkeit von Dr. Silvia Marinescu-Bâlcu, der hiermit gedankt sei, konnte ein Teil des Materials gesehen werden.
53 V. Christescu, Dacia 2, 1925, S. 276-303, Taf. 27/1-2; 28/1; 29/1, 11, 24.
54 Gh. ªtefan, Dacia 2, 1925, S. 389-390, Abb. 5/1-3, 14.
55 B. Hänsel, a.a.O.., S.
56Viorica Enãchiuc, in: T. Soroceanu (Hrsg.), Bronzefunde aus Rumänien, PAS 10, Berlin 1995, S. 279-310, wo der, in einer frühhallstatzeitlichen Wohnung geborgene "Depotfund" veröffentlicht wurde. Die Fundumstände sind nicht klar, während die Zuweisung zur Babadag-Kultur nicht akzeptiert werden kann. Wichtig ist aber das Gafäß auf Abb. 15 (nach einer Zeichnung von N. Boroffka). Siehe auch N. Boroffka, in: Chronos. Beiträge zur prähistorischen Archäologie zwischen Nord- und Südosteuropa. Festschrift für Bernhard Hänsel, Internationale Archäologie, Studia honoraria, 1, Espelkamp, 1997, Abb. 1/6-10.
57 Anca Pãunescu, Elena Renþea, Culture et civilisation au Bas Danube, 10, 1993, S. 195. Ein Teil des hallstattzeitlichen Fundgutes konnte in Slobozia untersucht werden, wofür Frau Elena Renþea gedankt sei.
58 A. Oancea, CA 2, 1976, S. 191, wo ein "einziger frühhallstattzeitlicher kannelierter (Ha B) Befund (Grube) vom Typ Mediaº erwähnt wird, ohne das man auch eine zeitgleiche Siedlungsschicht identifizieren konnte".
59 Eugenia Zaharia, Studii ºi Cercetãri de istorie buzoianã, 1973, S. 17, eine einfache Erwähnung ohne weiteren Daten.
60 Marilena Florescu, A. C. Florescu, Materiale 15, 1983, S. 121 und Abb. 8.
61 Marija ªiºikova, Arheologija 10, 1968, 4, S. 16, Abb. 9.
62 Gornaka Tonèeva, Chronologie du Hallstatt ancien dans la Bulgarie de nord-est, Studia Thracica 5, Sofia 1980, S. 24.
63 Goranka Tonèeva, a.a.O.., S. 38, Taf. 10/3.
64A.a.O., S. 19, Abb.10.
65A.a.O. und Taf. 10/6.
66A.a.O., S. 38, Taf. 10/1, 5; bei Svištov wurden noch zwei S-N ausgerichtete Körpergräber mit je einer Tasse am Kopf geborgen, siehe D. Dimitrov u.a., Izvestia Sofia 30, 1967, S. 82-86.
67T. Stojanov, Mogilen nekropol ot rannoþel´jaznata epoha "Sborjanovo", Sofia 1997.
68B. Hänsel, Hallstattzeit, Bd. I, S. 213-214, mit Liste der Funde und Bd. II, Taf. 12 mit der Keramik; Goranka Tonèeva S. 24-26, Taf. 1/1-3.
69 G. Tonèeva, a.a.O., S. 24.
70 S. Morintz, Vortrag am Inst. für Archäologie-Bucureºti, Dezember 1983.
71 G. Tonèeva, a.a.O., S. 25.
72Freundliche Mitteilung Henrieta Todorova, der auch hier gedankt sein soll.
73Einen ersten Versuch die Funde, die bis zu den 1970-er Jahren bekannt waren, zu ordnen unternahm B. Hänsel, der die kannelierte Keramik aus der Kleinen Walachei allgemein der Vârtop-Gruppe zuschrieb. Was die Funde aus der Großen Walachei anbetrifft, nahm er, ausgehend von dem Fehlen klarer Verbindungen zu Siebenbürgen, dem Banat oder zum Theißgebiet, an, daß das früheste Erscheinen in die Zeit von Mediaº I gelegt werden kann, obwohl typische Fundstücke dieser Art bislang hier fehlen (siehe B. Hänsel, a.a.O., S. 96-105). Siehe später auch eine völlig allgemeine Darstellung, ohne Unterscheidungen und nur die alten Modelle verwendend bei S. Morintz, SympThrac 8, 1990, S. 134-135.
74E. Moscalu, Dacia NS, 25, 1981, S. 346-347, wo mit wenigen Detailangaben behauptet wird, daß in Râureni ein Gräberfeld, ausschließlich mit Brandbestattungen, liegt, das zu einem neuen Kulturaspekt der frühen Hallstattzeit gehört und Gârla Mare-Žuto Brdo und Verbicioara Elemente fortführt, aber auch Gefäße mit Kannelurgirlanden haben soll. Die veröffentlichten Abbildungen bieten kein hilfreiches Material.
75Zur Chronologie der Cruceni-Belegiš Kultur siehe N. Tasiæ, Jugoslovensko Podunavl´e od indoevropske seobe do prodora skita, Beograd 1983, S. 91-106; I. Chicideanu, Dacia NS, 30, 1986, S. 30-40; N. Boroffka, in H. Ciugudean, N. Boroffka (Hrsg.), The Early Hallstatt Period (1200-700 B.C.) in South-Eastern Europe. Proceedings of the International Symposium from Alba Iulia, 10-12 June 1993, Alba Iulia 1994, S. 7-23; Ph. Della Casa, Velika Gruda II. Die bronzezeitliche Nekropole Velika Gruda (Opš. Kotor, Montenegro), UPA 33, Bonn 1996, S. 171-174, mit einer systematischeren Analyse aber einer ähnlichen Ansicht. Neuerdings auch Lj. Bukviæ, Kanelovana keramika Gava kompleksa u Banatu, Novi Sad, 2000.
76J. Todoroviæ, Praistorijska Karaburma. Nekropola bronzanog doba, Beograd 1977, Gräber 2-3, 49, 53, 108-109, 131, 142, 176-177, 185, 217, 220, 226. Auf S. 143-158 mit der Chronologietabelle auf S. 157 presäntiert der Autor eine Phaseneinteilung und eine Chronologie des Gräberfeldes, die kaum noch in Betracht zu ziehen ist (siehe auch die vorangehende Anm.).
77Gräber 84, 95 und 104, siehe Ortansa Radu, SCIVA 24, 1973, 3, S. 508 und Taf. 3/4; S. 511-512 und Taf. 7/1 sowie S. 518-520, Taf. 9/9.
78K. Horedt, StComBrukenthal 13, 1967, S. 148; M. Gumã, Civilizaþia, S. 150-157, Taf. 10/2-5; N. Boroffka, in H. Ciugudean, N. Boroffka (Hrsg.), The Early Hallstatt Period (1200-700 B.C.) in South-Eastern Europe. Proceedings of the International Symposium from Alba Iulia, 10-12 June 1993, Alba Iulia 1994, Abb. 1/7.
79M. Gumã, Civilizaþia, S. 156, Taf. 16.
80Ibidem, S. 168, Taf. 23.
81Ibidem, S. 173-176 Abb. 5 und Taf. 24-25.
82I. Stratan, SCIV 15, 1964, 4, S. 523-528, Abb. 1.
83O. Bozu, CaransebeºStCom 4, 1982, S. 137-154. Siehe auch den Kommentar bei M. Gumã, Civilizaþia, Bucureºti 1993, S. 169 und die besseren Abbildungen auf Taf. 22.
84C. Sãcãrin, Banatica 7, 1983, S. 59-64; M. Gumã, Civilizaþia, S. 162 und das Gefäß auf tTf. 1/11.
85Idem, AMN 16, 1979, S. 481-493.
86Beide Gräberfelder gehören zur Cruceni-Belegiš Gruppe. Freundliche Mitteilung von F. Medeleþ, dem auch hier gedankt sei. Die Gräberfelder wurden von M. Gumã, Civilizaþia, im Katalog unter den Nr. 114 und 168 erwähnt, und ein Gefäß aus Voiteni ist auf Taf. 10/1 abgebildet. Der Leichenbrand zweier Gräber von Voiteni ist vorläufig untersucht worden: M. Muntean, Analele Banatului NS, 5, 1997, S. 27-30.
87S. Forenbaher, in H. Ciugudean, N. Boroffka (Hrsg.), The Early Hallstatt Period (1200-700 B.C.) in South-Eastern Europe. Proceedings of the International Symposium from Alba Iulia, 10-12 June 1993, Alba Iulia 1994, S. 49-62.
88In der Nekropole fanden sich drei Gräber (65, 157 und 277), die der Žuto Brdo Gruppe zugeordnet werden, siehe Todoroviæ, op. cit., S. 144.
89B. Hänsel, Beiträge zur Chronologie der mittleren Bronzezeit im Karpatenbecken, BAM 7-8, Bonn, 1968, Bd. , Taf. 49/8-10. Zu jener Zeit war die Belegiš Gruppe noch nicht definiert, so daß Hänsel die Funde aus dem Gräberfeld alle als zu Dubovac Gruppe gehörig behandelte. Er hob aber die Gefäße mit Kannelurverzierung hervor (Bd. I, S. 135-142); siehe auch Monica Chicideanu-ªandor, I. Chicideanu, Analele Banatului NS, 2, 1993, S. 151-169, für mehrere kannelurverzierte Gefäße die unveröffentlicht geblieben waren.
90Das Gräberfeld am Ufer der Donau bei Liubcova, mit 66 Brandgräbern und noch unveröffentlicht, ist insgesamt der Gârla Mare Kultur zugeschrieben worden (M. Gumã, Civilizaþia, S. 162, teilt das Gräberfeld in drei Stufen, wobei die letzte durch "selteneren Gebrauch des spezifischen Dekors und Häufung der Gefäße mit einem irgendwie viereckigen Aussehen" charakterisiert wird. M Gumã hat auch das Grab 15 (Ibidem, Taf. 12) dieser Phase zugeordnet. In diesem Grab fanden sich mehrere Bronzen, darunter eine Blattbügelfibel vom Typ Gemeinlebarn, auf Grund der er das Ende der Gârla Mare Kultur in die Stufe Ha A1 datiert. Die Zuschreibung des ganzen Gräberfeldes von Liubcova zur Gârla Mare Kultur erscheint überzogen. Es ist klar, daß auch eine Stufe mit späteren Bestattungen, wozu auch Grab 15 gehört, existiert. Nach der Form der Gefäße und einigen Charakteristika des Dekors gehören diese aber nicht mehr zur Gârla Mare Gruppe sondern zur auch hier darauf folgenden Belegiš Gruppe.
91Siehe oben Anm. 84. Das abgebildete Gefäß hat sehr gute analogien in Beograd-Karaburma, Gräber 53, 109, 116, 177, 179, 214, 220, 317 (J. Todoroviæ, op. cit.).
92Siehe oben Anm. 17.
93I. Chicideanu, op. cit. S. 42-45, abb. 33-35 und die Karte Abb. 36.
94Bln-1577, Holzkohle, 3192+/-40 BP, siehe J. Görsdorf, J. Bojadèiev, Eurasia antiqua 2, 1996, S. 165, Nr. 55.
95In dieser schicht (IV nach Georgiev) fand sich auch eine typische Coþofeni Tasse (G. I. Georgiev, PAS 1, 1982, S. 194-195, Abb. 3/1).
96GrN-7370, Samen, 3155+/-55 BP, H. T. Waterbolk, in N. Tasiæ, J. Petroviæ (Hrsg.), Gomolava. Chronologie und Stratigraphie der vorgeschichtlichen und antiken Kulturen der Donauniederung und Südosteuropas, Internationales Symposium Ruma 1986, Novi Sad 1988, S. 119.
97So wird deutlich, daß das was Gârla Mare Kultur genannt wird zu dem Zeitpunkt endet, an den Vl. Dumitrescu, Necropola de incineraþie din epoca bronzului de la Cîrna, Bucureºti 1961, S. 305-306, den Anfang des Gräberfeldes von Grindul Tomii setzte.
98In Govora-sat, Ocnele Mari, Râureni und Vultureºti: I. Chicideanu, op. cit., loc. cit. Nr.12, 17, 27 und 32.
99N. Boroffka, in: Chronos. Beiträge zur prähistorischen Archäologie zwischen Nord- und Südosteuropa. Festschrift für Bernhard Hänsel, Internationale Archäologie, Studia honoraria, 1, Espelkamp, 1997, S. 566, Abb. 1/5.
100S. Morintz, D. ªerbãnescu, Thraco-Dacica 6, 1985, S. 14, Abb. 11-12.
101Es handelt sich um den etwas unklaren Fund von Chitila-Fermã eines Komplexes mit keramik, verbrannen Tierknochn und Holzkohle. Unter den Scherben finden sich auch einige Fragmente von Schalen mit viereckiger Mündung und Randlappen, einer form die für die Bistreþ-Iºalniþi Gruppe typisch ist (V. Boroneanþ, Thraco-Dacica 5, 1984, S. 156-166, Abb. 4/6). Der Fund ist "an einen Initialmoment der frühen Eisenzeit" datiert worden, ist aber sehr wahrscheinlich vor diesen Zeitpunkt zu stellen.
102G. Aleksandrov, Izvestia na muzeite Sevrno-Zapadnoj Bãlgariji, 6, 1981, S. 40-2, Abb. 8.
103Diese Tatsache muß hier unterstrichen werden, da wiederholt (M. Gumã, Civilizaþia, S. 160-161; ders., Epoca bronzului în Banat, Timiºoara 1997, S. 67; M. Nica, in Prima epocã a fierului la gurile Dunãrii ºi în zonele circumpontice. Lucrãrile Colocviului Internaþional Septembrie 1993, Tulcea, 1997, S. 11-25) die Bistreþ-Iºalniþa Gruppe mit dem gleichgesetzt wurde, was S. Morintz, Contribuþii , S. 39-40, als "Phase Gârla Mare IV" bezeichnete oder mit der Iºalniþa Gruppe, wie sie von B. Hänsel, Hallstattzeit, S. 167-168, definiert wurde. Tatsächlich handelt es sich um etwas ganz anderes, wie bereits geschrieben wurde (I. Chicideanu, op. cit., loc. cit.).
104Im Rahmen dessen, was I. Nestor (in E. Condurachi (Hrsg.), Sources archéologiques de la civilisation européenne, Bucureºti 1977, S. 75) als "la contre-offensive du bloc balkanique" bezeichnete. Wie weit diese Ausbreitung räumlich war wird durch den älteren Fund eines typischen Belegiš II Komplexes von Zschornewitz, in Sachsen-Anhalt, gezeigt: G. Kossack, J. Chochorowski (Hrsg.), Problemy epoki brãzu i wczesnej epoki æelaza w Europe èrodkowej, Kraków 1996, S. 293-316; auch schon bei N. Boroffka, in: Chronos. Beiträge zur prähistorischen Archäologie zwischen Nord- und Südosteuropa. Festschrift für Bernhard Hänsel, Internationale Archäologie, Studia honoraria, 1, Espelkamp, 1997, S. 567 Anm. 36.
105I. Stratan, A. Vulpe, op. cit., Taf. 5/18; 15/128-130.
106N. Boroffka, in H. Ciugudean, N. Boroffka (Hrsg.), The Early Hallstatt Period (1200-700 B.C.) in South-Eastern Europe. Proceedings of the International Symposium from Alba Iulia, 10-12 June 1993, Alba Iulia 1994, S. 7-23.
107Monica ªandor-Chicideanu, Cultura Žuto Brdo-Gârla mare. Contribuþii la cunoaºterea epocii bronzului la Dunãrea Mijlocie ºi Inferioarã, Dissertationsmanuskript, Taf. 135/8.
108M. Gumã, Civilizaþia, Taf. 24/4c und 25/5c.
109Ibidem, Taf. 17/1.
110S. Morintz, Contribuþii, Abb. 86/2-3.
111E. Comºa, SCIV 15, 1964, S. 127-129, Abb. 2.
112Alexandrina D. Alexandrescu, Dacia NS, 22, 1978, S. 120 und Abb. 7/1-5; 8/3-6.
113Goranka Tonèeva, op. cit., Taf. 19/2.
114Chaido Koukouli-Chrisantaki, Protoistoriki Thasos. Ta nekrotapheion tou oikismou Kastri, Athinai 1992, wo die Funde der frühen Eisenzeit auf der Insel ausführlich präsentiert und diskutiert werden.
115I. Nania, S. Holtei, sesiunea de comunicãri ºtiinþifice a Muzeelor de Istorie, Decembrie 1964, Bd. I, Bucureºti 1971, S. 176-190 und Abb. 1-4; M. Petrescu-Dîmboviþa, Depozitele de bronzuri din România, Bucureºti 1977, S. 120, Taf. 281-283.
116Berciu, Arheologia preistoricã, S. 138, Abb. 172, wobei betont wird, daß die Fundumstände der fünf Tüllenbeile aus der ehemaligen Sammlung Istrati-Capºa nicht bekannt sind.
117T. Bader, Die Schwerter in Rumänien, PBF IV.8, Stuttgart 1991, S. 87, Nr. 148. Siehe auch zum Ursprung, der Chronologie und der Verbreitung der Schwerter vom Typ Reutlingen S. 99-100.
118Ibidem, S. 97, Nr. 239.
119G. Crãciunescu, Drobeta 7, 1996, S. 55-57, Abb. 1.
120V. Marinoiu, Gh. Calotoiu, Olimpia Bratu, Litua 5, 1997, S. 50-54.
121Berciu, Arheologia preistoricã, S. 137 und Abb. 171.
122 M. Rusu, Sargetia 4, 1966, S. 17-40.
123Unter den 13 geborgenen Gräbern befindet sich nur ein einziges Brandgrab, das wegen der Überschneidung mit Grab 9, als jünger betrachtet wurde, siehe Alexandrina D. Alexandrescu, a.a.O., S. 120, wo eine Unterbrechung der Bestattungen angenommen wird, und S. 124.
124 A.a.O., S. 117, Abb. 4-6.
125A.a.O., Abb. 9.
126A.a.O., S. 120, Abb. 10 (das Bruchstück wurde leider versehentlich auf Kopf abgebildet).
127A.a.O., S. 124 wo wörtlich behauptet wird: "Ce groupe de sépulture de Zimnicea pourrait etre placé a un moment assez éiloigne du Fer ancien. Il ne peut s'agir des débuts de l'époque étant donné que nous somes enclins a rallier le goupe a la meme civilisation a laquelle appartiennent les grandes urnes biconiques et que ce groupe qui inhume ses morts a eu besoin de quelque temps pour s'installer en venant de l'ouest a l'est le long de Danube".Bei der Analyse der fünf goldenen Tassen aus dem Schatzfund von Rãdeni haben A.Vulpe und V. Mihãilescu-Bârliba die formalen Analogien und die Verwandtschaft der Verzierung mit ebenfalls goldenen Stücken aus dem Schatzfund von V?l?itr?n, aber auch mit den tönernen Tassen aus Susani und Zimnicea hervorgehoben. Die beiden Verfasser datieren im allgemeinen den Schatzfund von Rãdeni in das 12.-11 Jh. v.Chr., was implizite auch für das Gräberfeld von Zimnicea gelten würde (siehe A. Vulpe, V. Mihãilescu-Bârliba, MemAntiq 12-14, 1980-1982 (1986), S. 46-53). Einen guten Hinweis auf die Chronologie bietet ein Rasiermesser vom Typ Bãleni-Zimnicea, dessen Fundumstände zwar unsicher sind, das aber möglicherweise aus dem Gräberfeld stammt: N. Boroffka, in: Chronos. Beiträge zur prähistorischen Archäologie zwischen Nord- und Südosteuropa. Festschrift für Bernhard Hänsel, Internationale Archäologie, Studia honoraria, 1, Espelkamp, 1997, S. 564-568, Abb. 1/13.
128Siehe oben Anm. 67.
129 T. Stojanov, a.a.O., S. 50-72, Taf. 1-14, 21-23.
130A.a.O., S. 80-82, Taf. 19.
131A.a.O., Taf. 18, Nr. 127-130 und auf S. 74-80 die Besprechung der Stücke. Zu diesem Fibeltyp siehe auch T. Bader, Die Fibeln in Rumänien, PBF XIV.6, München 1983; D. Gergova, Früh- und ältereisenzeitliche Fibeln in Bulgarien, PBF XIV.7, München, 1987; R. Vasiæ, Die Fibeln im Zentralbalkan, PBF XIV.12, Stuttgart, 1999.
132 Nona Palincaº, SCIVA, 48, 1997, 3, S. 237-254. In Cãcioarele wurden in den Grabungen aus den Jahren 1962-1968 mehrere Gefäße und Keramikbruchstücke in konfuser Situation geborgen, im Sinne daß sie zwischen 0,30 und -0,60 m "zwischen dem Hüttenlehm der neolithischen Bauten oder in hallstattzeitlichen Gruben" lagen und nur auf Grund "typologischer Kriterien ausgesondert wurden". Hiervon wurden 1 sackförmiges Miniaturgefäß und 16 Tassen veröffentlicht, von denen 9 jeweils zwei überrandständige Henkel, drei jeweils einen Henkel hatten, während dies bei weiteren 4 unklar bleibt. Analogien sind aus Popeºti, Raskopanica, Plovdiv und Kastanas zitiert. Auf Grund dieserso conzipierten "Untersuchung" wurden die Stücke von der Autorin dem Zimnicea-Plovdiv Komplex zugewiesen und das entsprechende Siedlungsniveau von Cãscioarele-Ostrovel "im 13.-12. oder sogar im 14.-12. Jh. v. Chr." eingeordnet. Die völlig unsicheren Fundumstände der Gefäße, ihre künstliche Aussonderung aus dem anderen Material zusammen mit überzogenen graphischen Rekonstruktionen (a.a.O., Abb. 1/1-3; 4/10; 6/8, wo das Fehlen der Teile evident ist, die für die vollständige Rekonstruktion der Henkel, wie auch der schrägen Mündung, notwendig wären), hätten zu mehr Vorsicht zwingen müssen. Einige der zweihenkligen Tassen von Cãscioarele ähneln Stücken aus Sbojarnovo und wenn wir weiter die Existenz "hallstättischer Elemente" in der Siedlung von der Insel (ostrov) berücksichtigen, so ist es leicht möglich, daß ein Teil dessen was der Spätbronzezeit zugeschrieben wurde, eigentlich eine früheisenzeitliche Besiedlung dokumentiert, die mit dem südlich der Donau gelegenen und durch die erwähnten Fibeln gut datierten Gräberfeld von Sborjanovo zeitgleich sein dürfte.
133 B. Hänsel, a.a.O., S. 213-216.
134 H. Todorova, în Beiträge zum bronzezeitlichen Burgenbau in Mitteleuropa, Berlin-Nitra, 1982, S. 417-425, Abb. 1. Die Siedlung von Durankulak, der das Kantharos-Gefäß angehört, wurde in die Spätbronzezeit gestellt.
135 Vielleicht sogar sehr weiträumig wenn wir auch die unlängst geborgene Grube von Rãcãtau in Anbetracht nehmen, siehe. V. Cãpitanu, în Prima epocã a fierului la Gurile Dunãrii ºi în zonele circumpontice. Lucrãrile Colocviului Internaþional Septembrie 1993 Tulcea, Tulcea 1997, S. 113-117.
136 Der Fund ist ohne Vorbehalt als sehr wichtig zu betrachten, doch bestehen gewisse Bedenken im Bezug auf die "Einheitlichkeit" des sogenannten Depots, siehe. N. Boroffka, a.a.O., S. 567-568 und Anm. 38.
137 Ein allgemeiner Überblick über die kannelierte Keramik bei C. F. E. Pare, JahrRGZM 45, 1998, S. 354-358, aber, leider mit unkritischer Übernahme einiger Arbeiten über das untere Donaugebiet.
138 I. Chicideanu, a.a.O.., Abb. xxx
139 Nach dem Aussehen der Schädelnähte haben die Schädelbruchstücke einem Erwachsenen, einige der anderen Knochen aber nach ihren kleinen Dimensionen, einem Kind angehört.
140 D. Berciu, E. Comºa, Materiale 2, 1956, S. xxx.
141 M. Nica, P. Rogozea, a.a.O..
142 Siehe z.B. das 5 km von Prundu Mãgarilor entfernt liegende Gräberfeld von Cârna (Vl. Dumitrescu, Necropola de incineraþie din epoca bronzului dela Cârna, Bucureºti, 1961), oder auch die noch unveröffentlichten Gräberfelder aus der Umgebung des Sees Bistreþ, auf dem Grind Ostrovogania und auf dem Grindul Gagiu.
143 Heidi Peter-Röcher, Kannibalismus in der prähistorischen Forschung. Studien zu einer paradigmatischen Deutung und ihre Grundlagen, UPA 20, Bonn 1994; E. M. Murphy, J. P. Mallory, Antiquity 74, 2000, S. 388-394.
144 Das Gräberfeld von Ostrovogania wird von Monica ªandor-Chicideanu veröffentlicht werden.
145 Die Grube, die von einer Grube der Bistreþ-Iºalniþa-Gruppe geschnitten worden war, wurde wegen Wassereinbruch nur zu 60% erforscht. Ebenfalls in der Nähe wurde auch eine Grube mit Bruchstücken eines Mahlsteines, einer typischen Gârla-Mare-Schale und einem bronzenen Dolch geborgen. Das ganze Inventar kann wohl kaum als einer gewöhnlichen Grube angehörig betrachtet werden
146I. Ordentlich, Studii ºi Comunicãri, Sibiu 12, 1965, S. 181-197.
147H. Ciugudean, in N. Boroffka, T. Soroceanu (Hrsg.), Transsilvanica. Archäologische Untersuchungen zur älteren Geschichte des südöstlichen Mitteleuropa. Gedenkschrift für Kurt Horedt, Internationale Archäologie, Studia honoraria, 7, Rahden/Westf., 1999, S. 108-116.
148Unveröffentlichte Ausgrabungen unter der Leitung von R. Harhoiu. Die Grube 303 (Grabungsnotierung) enthielt stark sekundär verbrannte Gefäß mit Kannelurverzierung, wenige Knochen (unbestimmt) und große Hüttenlehmfragmente mit Bretter-, Pfosten und Rutenabdrücken sowie Teile von Herdkonstruktionen: Freundliche Mitteilung N. Boroffka und R. Harhoiu.
149J.-W. Neugebauer, in Alexandra Krenn-Leeb, J.-W. Neugebauer (Hrsg.), Depotfunde der Bronzezeit im mittleren Donauraum, Archäologie Österreichs 9/10, 1998/1999, S. 30.
150V. Lindinger, in Alexandra Krenn-Leeb, J.-W. Neugebauer (Hrsg.), Depotfunde der Bronzezeit im mittleren Donauraum, Archäologie Österreichs 9/10, 1998/1999, S. 78-79. Die unterste Schicht führte den Autor zu der Annahme, daß in der Nähe eine Siedlung gewesen sei, wird also indirekt als Siedlungsabfall interpretiert, obwohl gar keine Siedlung nachweisbar war. In Anbetracht der anderen Funde, wo die Hüttenlehmfragmente doch absichtlich in die Gruben kamen müßte man diese Annahme überdenken.
151Weder die Befunde noch die Funde dieses Fundortes sind ausreichend publiziert. Zu wenigen Hinweisen siehe: C. Kacsó, Dacia NS, 31, 1987, S. 69-70 und N. Boroffka, Die Wietenberg-Kultur. Ein Beitrag zur Erforschung der Bronzezeit in Südosteuropa, UPA 19, Bonn 1994, S. 60-61 Nr. 301; 109. Außerdem freundliche Mitteilung N. Boroffka.
152I. Motzoi-Chicideanu, Monica ªandor-Chicideanu, Dacia NS, 38-39, xxxxxx, S. 19-40. In der Grabungskampagne des Jahres 1996 wurde die, in der nächsten Nachbarschaft liegende Zone überprüft. Dabei wurde 2,5 m nord-westlich davon, eine andere Grube mit Keramik der späten Monteoru-Kultur und wieder mit großen Hüttenlehmfragmenten mit Rutenabdrücken geborgen. Wir sind der Meinung, daß auch diese Grube mit dem dreifachen, Grab in Verbindung steht, das eigentlich das einzige Begräbnis dieses Siedlungsareals ist.
153 D. Berciu, Arheologia preistoricã, S. 156-157, Abb. 198, mit der Skizze des "Hügels" und Abb. 199-200 mit dem keramischen Fundgut.
154 M. Nica, Thraco-Dacica 8, 1987, 1-2, S. 16-38; ders., in Cercetãri arheologice în aria nord-tracã I, Bucureºti 1995, S. 236-246, mit einer Beschreibung des hallstattzeitlichen Grabfundes; ders, in Prima epocã a fierului la Gurile Dunãrii ºi în zonele circumpontice, Lucrãrile Colocviului Internaþional Septembrie 1993 Tulcea, Tulcea 1997, S. 11-41; M. Nica, P. Rogozea, in Cercetãri arheologice în aria nord-tracã I, Bucureºti 1995, S. 199-217.
155 M. Nica, a.a.O.., Abb. 1, für den Gesamtplan, aus dem der unsystematische Charakter der Grabung ersichtlich ist. Die Grabung bestand aus großen oder kleineren, wahrscheinlich ohne System oder Begründung eröffneten Oberflächen; Abb. 2b/ 1-4 mit den Grundrissen der "Wohnungen", von denen die Nr. 9 eine völlig alleinstehende Form aufweist. Im allgemeinen ist die Abb. mit den "hallstattzeitlichen Wohnbauten" unsauber ausgeführt, mit praktisch unleserlicher Legende und ohne graphischen Maßstab. Man kann jedoch beobachten, daß jedesmal ein Herd und Oberflächen mit Brandspuren, Scherben und seltener Gruben existieren. Hervorzuheben ist auch der Umstand, daß für die, sich schneidenden Gârla Mare-"Wohnbauten" 5 und 6 der Grundriß ebenfalls alleinstehend und die Struktur ähnlich ist
156I. Stratan, A. Vulpe, PZ 52, 1977, 1, S. 28-60.
157A.a.O., S. 31-32, mit ausführlicher Beschreibung der Sachlage.
158A.a.O. S. 39-46, mit der Diskussion des Sinngehaltes des Fundes, der auch in Zusammenhang mit Grablegungen mit komplexen Strukturen wie die von Èaka und Oèkow, in der Slovakei, oder von Lãpuº, aber auch mit spätbronzezeitlichen "Gefäße-Depots" gebracht wird.
159C. Kacsó, Necropola tumularã de la Lãpuº, Dissertation, Cluj 1981, S. 146-147; ders., Thraco-Dacica 11, 1990, 1-2, S. 89-91.
160Ders., S. 79-81.
161Ders., S. 94-95.
162Ders., S. 95-98, mit der einsichtsvollen Diskussion mehrerer Funde von speziellem Charakter aus Rumänien oder aus Mitteleuropa, die mit den Hügeln vom Typ 3 verglichen werden. Unter den besprochenen Funden reihen sich auch die Hügel von Susani, Vârtop und Plopºor.
163 Oben Anm. 46xxx.
164 C. Kacsó, a.a.O.., S. 95.

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Citation of paper/Citation de l'article
I. Motzoi-Chicideanu - Ein neuer Fund vom Beginn der Hallstattzeit aus der Kleinen Walachei, in EA-online, Apr. 1, 2001 (www.archaeology.ro/imc_vasfer_germ.htm)
 

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Last modified: April 1, 2001